FDP wählt Vorstand neu

Der FDP Ortsverband Feldafing-Pöcking hat einen neuen Vorstand gewählt. Im zweiten Jahr nach dem Zusammenschluss der Ortsverbände Feldafing und Pöcking waren turnusmäßig Neuwahlen durchzuführen. Die Mitglieder fassten den Beschluss, künftig mit einer Doppelspitze zu agieren. Zu den Ortsvorsitzenden wurden der bisherige Vorsitzende Christian Schnorbusch aus Pöcking sowie Thomas Lang aus Feldafing gewählt. Stellvertretender Ortsvorsitzender ist Keno Specht aus Pöcking. Die bisherige stellvertretende Ortsvorsitzende Sigrid Friedl-Lausenmeyer wird künftig die Schriftführung übernehmen. Wie gehabt ist Dr. Stephanie Kaufmann-Jirsa Schatzmeisterin, als Beisitzer fungiert künftig Thomas Tänzer aus Feldafing.

Thematisch kamen die Wahlprogramme für die beiden Gemeinden Feldafing und Pöcking zur Sprache. Vor allem die angespannte Haushaltslage und die zu hohe Kreisumlage mit fast 56% sei ein Hauptproblem. „Die mit Abstand größte Einnahmequelle der Gemeinden ist die Gewerbesteuer, daher muss nach weiteren Ansiedlungsmöglichkeiten für Gewerbebetriebe Ausschau gehalten werden. Das darf, ebenso wie bei der Schaffung neuen Wohnraums, nur durch eine ortsverträgliche Nachverdichtung und unter Berücksichtigung ausreichender Infrastruktur erfolgen“, so Christian Schnorbusch. Schnelles Internet sei vor allem für Selbständige und Betriebe ein Muss, daher muss der Ausbau des Glasfasernetzes vorangetrieben werden. Zur Attraktivität der Standorte gehöre die klare Absage an eine Gewerbesteuererhöhung.

Kultur und Vereine sind das Rückgrat unserer Gesellschaft. Thomas Lang betont, dass ihre Arbeit Wertschätzung erfahren muss und dass kulturelle Veranstaltungen trotz angespannter Haushaltslage weiter gefördert werden müssen. Feldafing und Pöcking haben in den letzten Jahren, von der FDP nachdrücklich unterstützte, entscheidende Impulse gesetzt: In Pöcking der Bau des allseits geschätzten Kulturzentrums Beccult, in Feldafing durch die Umwandlung des Bahnhofgebäudes in ein Rathaus mit Bürgersaal und Café. „Auf diesen Errungenschaften muss ein aktives und dynamisches Gemeinschaftsleben weiter aufgebaut werden“, so Lang.

Die Feldafinger FDP Spitzenkandidatin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger betont, dass dazu auch die eng verknüpfte Geschichte der beiden Gemeinden durch den Bau der Eisenbahnlinie um 1850, der Bau einzigartiger Villen um 1900 sowie die Geschicke während und nach dem zweiten Weltkrieg gehört. Sie sollen durch besondere Pflege der Archive größere Aufmerksamkeit erfahren. Historische Gebäude wie z.B. die Kirche St. Peter und Paul in Feldafing müssen für kulturelle Veranstaltungen erhalten werden. Dies bedarf eines gesellschaftlichen Engagements, das gefördert werden muss.

Eines der Hauptanliegen der FDP ist die Pflege der demokratischen Werte unserer Gesellschaft und die Förderung von Bürgerbeteiligung. Hierzu gehört, die Kommunikation zwischen Entscheidungsträgern und Bürgerschaft zu verbessern, wofür auch digitale Möglichkeiten zur Information deutlich verbessert werden müssen.