FDP Feldafing und Gäste besichtigten historischen Bundeswehrstandort
Unter den Teilnehmenden: Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, FDP-Gemeinderätin, Sigrid Friedl-Lausenmeyer, Organisatorin, Paul Friedrich, Vors. FDP-KV-STA, Thomas Lang, FDP-Gemeinderat, Martina Graefe, langjährige Leiterin des Gemeindearchivs Feldafing, Hptm. d.R. Wolfgang Schmidt, Sammlungsleiter
Der FDP-Ortsverband Feldafing am Starnberger See hat das heutige Ausbildungszentrum Cyber- und Informationsraum der Bundeswehr in Feldafing besucht. Im Mittelpunkt standen die Ausstellung zur Geschichte des Standorts und dessen Bedeutung für die Feldafinger Ortsgeschichte. Organisiert wurde die Besichtigung von der langjährigen FDP-Gemeinderätin Sigrid Friedl-Lausenmeyer. Durch die sehr informative Ausstellung führte Hauptmann d. R. Wolfgang Schmidt.
Besonders interessierten sich die Besucherinnen und Besucher für die drei prägenden Phasen der Standortgeschichte: die nationalsozialistische Reichsschule der NSDAP, das nach dem Zweiten Weltkrieg eingerichtete jüdische Displaced-Persons-Camp (DP-Camp) und die anschließende militärische Nutzung durch die Bundeswehr.
Diese unterschiedlichen Kapitel spiegeln zentrale Abschnitte deutscher Geschichte wider. Die Reichsschule steht für die nationalsozialistische Vergangenheit des Ortes. Das DP-Camp erinnert an jüdische Überlebende der Shoah, die nach der Befreiung hier Zuflucht fanden und einen Neuanfang suchten. Mit der späteren Nutzung durch die Bundeswehr begann ein weiteres Kapitel in der Geschichte des Geländes.
Auch mit Blick auf das Feldafinger Stelenprojekt war die Besichtigung von besonderem Interesse. Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, FDP-Gemeinderätin und auch für den Kulturbereich verantwortlich und Thomas Lang, ebenfalls FDP-Gemeinderat, wollten sich vor Ort ein eigenes Bild von den historischen Zusammenhängen machen. Das Stelenprojekt, das von vielen Feldafingerinnen und Feldafingern unterstützt wird, soll die Ortsgeschichte im öffentlichen Raum sichtbar und für die Bevölkerung wie auch für Gäste nachvollziehbar machen. Die Einblicke in die Ausstellung boten dafür wertvolle Anknüpfungspunkte.
Der Besuch verdeutlichte, wie eng die Geschichte Feldafings mit den großen historischen Entwicklungen des 20. Jahrhunderts verbunden ist. Die Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit, der jüdischen Nachkriegsgeschichte und der heutigen Nutzung des Geländes ist ein wichtiger Beitrag zur lokalen Erinnerungskultur.
Der FDP-Ortsverband Feldafing dankt Hauptmann Wolfgang Schmidt für die informative Führung und die anschaulichen Einblicke in die Geschichte des Standorts.
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Bild eines Reichsschüler vor seinem Spind
Ein überlebender Junge der Shoa in einem „Braun-Hemd“ eines früheren Reichsschüler (aufgenommen im DP Camp)
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