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Der Feldafinger Gemeinderat hat seine Arbeit aufgenommen

Der Feldafinger Gemeinderat ist im Arbeitsmodus angekommen. Die FDP-Gemeinderäte Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Thomas Lang berichten über den Start ihrer Tätigkeit.

Der Gemeinderat ist im Arbeitsmodus angekommen.

Für uns FDP-Gemeinderatsneulinge ist manches noch überraschend und leider auch enttäuschend. Die Finanzlage ist wie in vielen Kommunen des Landkreises und auch im Kreis mehr als angespannt. Die Einnahmen decken nicht die Ausgaben, also ein strukturelles Defizit, das nicht nur mit Kürzungen aufgefangen werden kann. Einnahmeerhöhungen gehören dazu, also mehr Gewerbe, vorsichtig entwickelt, ist notwendig.

Aber enttäuschend sind manche Fehlentwicklungen der letzten Jahre wie die Entwicklung des gemeindeeigenen Unternehmens PEWU, das als Energiequartier gestartet, jetzt nur noch mit Schulden die Gemeinde belastet.

Als Schildbürgerstreich mutet die jüngste Befassung im Gemeinderat mit den Silos für die winterliche Salzstreuung an. Die erst vor einigen Jahren gekauften Silos sind für Futtermittel, nicht aber für Salz geeignet, das Fundament hat Mängel wegen fehlerhafter Ausführung. Waren hier Schildbürger am Werk? Der notwendige Ersatz der Silos kostet die Gemeinde ca. 60.000 Euro - als hätten wir Geld im Überfluss.

Eine gute Nachricht ist der Fortgang des Erinnerungsprojekts auf der Grundlage der wissenschaftlichen Arbeit von Prof. Marita Krauss und Erich Kasberger: 18 Stelen sollen an die Geschichte des DP-Camps und die Nazi-Herrschaft in Feldafing erinnern. Die Kosten werden von Spenderinnen und Spendern getragen. Die Verträge mit den Eigentümern der Grundstücke, auf denen Stelen errichtet werden, sind geschlossen worden. Als nächster Schritt muss die Auftragsvergabe zur Errichtung der Stelen erfolgen. Es ist das wichtigste Kulturprojekt der Gemeinde Feldafing seit 1949.

Thomas Lang und ich haben uns das Archiv der Gemeinde in der Villa Maria, dem alten Feldafinger Rathaus, angesehen. Dort lagert die Geschichte Feldafings. Dort sind Schätze verborgen. Die Archivarin leistet in dieser Umgebung eine sehr wichtige Arbeit; aber die Kellerräume sind sanierungsbedürftig. Das Auswechseln der Fenster ist im Haushalt abgesichert. Ein erster wichtiger Schritt, mehr allerdings noch nicht.